ICO-Forschung verdeutlicht wachsende Kluft zwischen elterlichem Vertrauen und der digitalen Realität von Kindern
Zweiundfünfzig Prozent der Kinder würden eine Altersprüfung umgehen, wobei dieser Anteil auf 64 Prozent steigt, wenn ein Elternteil ihnen bereits dabei geholfen hat, so die heute veröffentlichte Forschung des ICO. Das Information Commissioner's Office (ICO) stellte fest, dass 31 Prozent der Eltern zugaben, ihren Kindern beim Umgehen von Altersgrenzen geholfen zu haben. Diese neue Forschung verdeutlicht eine erhebliche Kluft zwischen dem elterlichen Vertrauen in Online-Kontrollen und der Realität des digitalen Lebens von Kindern.
Die ICO-Forschung, basierend auf einer Online-Umfrage unter über 4.000 Kindern im Alter von acht bis 17 Jahren und deren Eltern, ergab auch, dass 91 Prozent der Eltern angaben, Kontroll- oder Überwachungstools zu verwenden. Jedoch gaben 41 Prozent der Kinder an, versucht zu haben, diese Maßnahmen zu umgehen, wobei fast die Hälfte dies als einfach empfand. Tiefeninterviews mit 30 Kindern und ihren Eltern veranschaulichen zusätzlich die emotionalen Komplexitäten, wobei viele Eltern sich eher resigniert als gestärkt durch die digitale Landschaft fühlen.
Ein achtjähriger Junge, Theo, stimmte der Weitergabe präziser Geolokalisierungsdaten an 141 Anbieter und 71 Werbepartner zu, ohne die Einwilligung zu verstehen, und erklärte, er habe „einfach zugestimmt… Es ist nur, um es wegzubukommen… Ich weiß nicht [was Einwilligung bedeutet], aber ich denke, es bedeutet schließen. Es stoppt einfach [das Pop-up].“ Die ICO-Kampagne „Switched on to privacy“ ermutigt Eltern, regelmäßige Gespräche mit ihren Kindern über Online-Privatsphäre zu führen, und weist darauf hin, dass Kinder, die wöchentlich über Privatsphäre sprechen, sich eher sicherer fühlen. Die Kampagne bietet einen Rahmen: chatten, wählen, prüfen.
Die Strategie des ICO für den Kinderkodex treibt weiterhin Verbesserungen voran, sichert Zusagen von Snapchat zur Stärkung der Altersüberprüfungsmaßnahmen und zur Verbesserung interaktiver Kartenfunktionen auf Snapchat und Instagram. Die Zusammenarbeit mit EdTech-Anbietern hat ebenfalls zu erheblichen Verbesserungen geführt, wobei 98 Prozent von 596 Empfehlungen bei 28 Anbietern seit April 2024 umgesetzt wurden, wodurch schätzungsweise fünf Millionen Kinder geschützt werden.
Children's Code strategy
- Wen das bindet
- Online-Dienstanbieter, einschließlich Social-Media-Plattformen und EdTech-Unternehmen, müssen robuste Altersüberprüfungs- und Privacy by Design-Maßnahmen für Kinder implementieren.
- Was sich geändert hat
- Snapchat hat sich verpflichtet, die Altersüberprüfungsmaßnahmen zu stärken und interaktive Kartenfunktionen für Kinder zu verbessern, als Teil der laufenden Kinderkodex-Strategie des ICO.
- Was zu prüfen ist
- Organisationen sollten ihre Altersüberprüfungsmechanismen und Datenschutzeinstellungen für Kinder überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den vom ICO-Kinderkodex geförderten Standards entsprechen.
- Was das nicht bedeutet
- Diese Forschungs- und Strategieaktualisierung führt keine neuen rechtlichen Verpflichtungen ein, die über die bereits durch die UK General Data Protection Regulation (UK GDPR) und den Data Protection Act 2018 festgelegten hinausgehen.
An Ihr Team weiterleiten
Die neueste ICO-Forschung zeigt, dass 52 Prozent der Kinder Altersprüfungen umgehen würden, was zu fortgesetzten Regulierungsmaßnahmen im Rahmen des Kinderkodex führt, einschließlich Zusagen von Snapchat zur Verbesserung der Altersüberprüfung und Kartenfunktionen.