FTC verpflichtet neun Unternehmen wie Delta, Uber und Walmart, personalisierte Preise und Bezahlung offenzulegen
Die US-Handelsbehörde FTC teilte am 28. Oktober 2026 mit, dass sie neun Unternehmen angewiesen hat offenzulegen, ob sie persönliche Daten nutzen, um individuelle Preise für Kunden und die Bezahlung von Beschäftigten festzulegen. Der Vorsitzende Andrew N. Ferguson sagte, Verbraucher sollten erfahren, ob Unternehmen ihr Surfverhalten oder andere persönliche Daten zur Preisgestaltung nutzen, und auch Beschäftigte sollten wissen, ob ihre Bezahlung davon beeinflusst wird.
Die Anordnungen fragen, ob Preise von Person zu Person variieren, etwa durch die Teilnahme an Kundenbindungsprogrammen oder durch algorithmische Auswertung persönlicher Daten. Bei Fahrdienst- und Lieferplattformen prüft die FTC zudem undurchsichtige Formeln, die die Bezahlung von Fahrern anhand von Daten wie der Handynutzung oder früher angenommener Aufträge anpassen könnten. Laut FTC untersuchte eine Studie aus der Mitte des Jahres 2024 nur zwischengeschaltete Beratungsfirmen, nicht die Unternehmen, die die Preise tatsächlich festlegen.
Organisationen, die Preise oder Bezahlung anhand persönlicher Daten variieren, sollten die Eingabedaten und Werkzeuge hinter diesen Entscheidungen erfassen und prüfen, ob Kunden und Beschäftigte darüber informiert werden. Die FTC verwies zudem auf ihre im August vorgeschlagene Grundsatzerklärung, wonach individuelle Preise auf Basis nicht offengelegter persönlicher Daten gegen den FTC Act verstoßen könnten.
Der FTC Act erlaubt der Behörde solche Studien ohne konkreten Vollstreckungszweck, doch sie kann ein Bundesgericht anrufen, wenn ein Unternehmen nicht antwortet.
Section 6(b) des FTC Act
- Wen das bindet
- Nur die neun Unternehmen, die die Anordnungen erhalten haben: Delta, United, JetBlue, Lyft, Uber, DoorDash, Instacart, Target und Walmart.
- Was sich geändert hat
- Jedes Unternehmen muss die Eingabedaten, Werkzeuge und Verfahren dokumentieren, mit denen es Preise und Bezahlung festlegt oder anpasst, und innerhalb von 45 Tagen nach Erhalt der Anordnung antworten.
- Worauf zu achten ist
- Plattformbetreiber sollten Eingaben bei Bundesgerichten verfolgen, falls Empfänger die Auskunftsverfügungen nach Section 6(b) des FTC Act innerhalb von 45 Tagen anfechten.
- Was das nicht bedeutet
- Dieses Auskunftsersuchen bedeutet nicht, dass die FTC bereits formell Verstöße festgestellt oder Klagen gegen herkömmliche, nicht personalisierte Einzelhandelspreise eingereicht hat.
An Ihr Team weiterleiten
US-Regulierer wollen wissen, ob Unternehmen ihren Kunden unterschiedliche Preise berechnen oder Beschäftigte unterschiedlich bezahlen, je nach deren persönlichen Daten.