BSI warnt: Apple meldet mögliche Spyware-Angriffe auf iPhones von Bundestagsabgeordneten
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilte am Wochenende mit, dass Bundestagsabgeordnete und weitere nicht genannte Personen Warnungen von Apple erhalten haben. Ein Regierungssprecher sagte, Berlin nehme den Vorfall sehr ernst.
Apple verschickt solche Benachrichtigungen an Personen, die nach seiner Einschätzung Ziel von Spyware gewesen sein könnten. Diese Software kann Nachrichten, Standortdaten und andere sensible Informationen abgreifen und nutzt oft Zero-Click-Exploits, die kein Zutun des Opfers erfordern. Apple ordnet Angriffe keiner Regierung zu und bestätigt nicht, ob ein Gerät tatsächlich kompromittiert wurde. Wer hinter den Angriffen steckt, ist unklar.
Datenschutzbeauftragte, die mobile Geräte von Führungskräften und besonders gefährdeten Beschäftigten betreuen, sollten prüfen, ob es klare Meldewege für solche Herstellerwarnungen gibt und wie mit einem möglicherweise kompromittierten Gerät verfahren wird.
Laut Apple ging diese Runde von Benachrichtigungen an Nutzer in 99 Ländern.
- Wen das bindet
- Öffentliche Stellen, politische Parteien und Organisationen, die mobile Unternehmensflotten für exponierte Mitarbeiter in Deutschland betreiben
- Was sich geändert hat
- Das BSI rät allen, die eine solche Apple-Benachrichtigung erhalten, davon auszugehen, dass ihr Gerät kompromittiert sein könnte.
An Ihr Team weiterleiten
Mitglieder des Bundestages und weitere bekannte Personen erhielten Warnungen von Apple, dass sie Ziel von Cyberangriffen gewesen sein könnten.